Forum Johanneum
An unserer Schule werden unter dem Titel "Forum Johanneum" im Laufe des Schuljahres abwechslungsreiche Vorträge und Lesungen zu vielfältigen Themen gehalten. Die Veranstaltungen sind öffentlich und bedürfen i.d.R. nicht der Anmeldung. Details zu den kommenden Terminen finden Sie auf der rechten Seite, die Berichterstattung über die Veranstaltungen können Sie unten verfolgen.
- Prof. Kipf sprach über Lernen durch und über Literatur
Auch wenn Stefan Kipf überzeugter Berliner ist: In der schönen Aula des Johanneums fühle er sich immer wie zuhause, so häufig sei er inzwischen schon da gewesen, bei Römertagen und anderen Veranstaltungen. Überhaupt sei Hamburg für ihn der einzig noch denkbare Lebensort neben der Hauptstadt… Schon mit dieser Eröffnung hatte der Professor für Didaktik der Alten Sprachen an der Humboldt-Universität die Herzen der Zuhörer gewonnen, die am 19. März 2026 der Einladung des Arbeitskreises „Die Römer“, der Vereinigung der Elternräte der humanistischen Gymnasien in Hamburg gefolgt waren und sich im Johanneum auf einen spannenden Vortrag zu einer ,renovierten‘ Ikarus-Lektüre freuen durften, wie es im Untertitel der Veranstaltung hieß.
Die den Abend überspannende Fragestellung lautete: "Lernen durch Literatur oder Lernen über Literatur?“ und begann mit einem kurzen Abriss zur Geschichte der Metamorphosen-Lektüre. Während in den USA aktuell in einigen Bundesstaaten Teile von Ovids Epos auf dem Index stehen, weil Darstellungen von – auch sexualisierter – Gewalt Schülern und Studenten nicht zumutbar seien, wurden in Europa die Metamorphosen und in diesem Fall speziell die Geschichte von Dädalus und Ikarus jahrhundertelang vor allem unter christlichen Vorzeichen gelesen: Minos galt dabei als Teufel, das Labyrinth stellte den Irrgarten der Laster da, in dem man sich als Sünder völlig verlieren konnte.
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- Dauerhafte Erinnerungen durch OPUS 45, Roman Knižka und unsere Schülerinnen und Schüler
"Ich wand're durch Theresienstadt." So beginnt ein bekanntes Lied der jüdischen Lyrikerin Ilse Weber, die von 1942 bis 1944 mit ihrer Familie in Theresienstadt interniert war, bevor sie zusammen mit ihrem Sohn Tomáš und anderen Kindern des Kinderkrankenhauses, in dem sie als Krankenschwester gearbeitet hatte, nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde. "Ich wand’re durch Theresienstadt" – so lautete sehr passend auch der Titel eines Schulprojekts des Bläserensembles OPUS 45, an dem Ende Februar unsere 10 b und 10d mit Frau Höhne und Frau Opitz teilgenommen haben. Unter der Anleitung der Dramaturgin Kathrin Liebhäuser und des Schauspielers Roman Knižka haben sie sich mit den Schicksalen von Kindern und Jugendlichen in Theresienstadt, mit den Texten Ilse Webers und mit den Musikwerken von dort inhaftierten Komponisten beschäftigt – und mit der Kraft des Musizierens, die die Menschen dem Grauen des Lagerlebens und der Angst vor dem stets gegenwärtigen Tod entgegensetzten. Am 26. Februar wurde abschließend zum öffentlichen Konzert- und Lesungsabend geladen.
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- Prof. Dr. Philipp Ostens FJ-Vortrag über Seuchen
Menschen der Jetztzeit empfinden in der Rückschau die Corona-Pandemie als ein einzigartiges Ereignis im Leben – doch ein Blick in die Geschichte lehrt uns, dass Seuchen so alt sind wie die Menschheit selbst. Davon berichtete auf höchst spannende Weise Prof. Dr. Philipp Osten am 12. Februar 2026 im Rahmen unserer Vortragsreihe Forum Johanneum. Als Leiter des Medizinhistorischen Museums am UKE nahm er die Corona-Epidemie nur kurz als Aufhänger, um tief in die Geschichte der ansteckenden Krankheiten einzutauchen – und auch, um über die Heilungschancen bei wachsendem medizinischen Fortschritt zu berichten.
Am Anfang der Corona-Pandemie, im April 2020, fand in Hamburg traditionell die „Lange Nacht der Museen“ statt, wenn auch nur digital. Plötzlich hatte das Medizinhistorische Museum, das in dieser Museumsnacht Jahr für Jahr maximal 3000 Besucher zählte, 60.000 Menschen online zu Besuch. Thema des Abends war nämlich der „Blick aus der Coronazeit in die Zeit der Cholera“, er sollte aufzeigen, wie sich die Menschen in der Geschichte am Anfang einer Pandemie jeweils orientiert haben. Die meistgestellte Frage im Chat war seinerzeit: „Wann ist es denn endlich vorbei?“. Darauf konnte, so Osten, die Antwort nur lauten: „Es ist vorbei, wenn wir uns daran gewöhnt haben“.
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- Schönberg - Schach und Musik im Forum Johanneum
Donnerstag, der 20. Februar, war für die Gelehrtenschule des Johanneums ein besonderer Tag: Mit "Schönberg – Schach und Musik" fand eine einzigartige Veranstaltung in unserem Forum Johanneum statt, die Schach und Musik miteinander verband. In Kooperation mit dem Schachklub Johanneum Eppendorf (SKJE) und im Rahmen der Tage des Exils der Körber-Stiftung wurde zu einem vielseitigen Programm eingeladen, das Interessierte aus allen Bereichen anzog.
Los ging es um 16:00 Uhr mit einem exklusiven Schachtraining für unsere Schachschüler:innen aus Herrn Schülers AG, geleitet vom schwedischen Schachgroßmeister Tom Wedberg (SKJE). Es folgte eine Einführung in Arnold Schönbergs Koalitionsschach, eine von ihm entworfene neuartige Schachvariante mit neuentwickelten Figuren, in der zwei Koalitionen aus jeweils zwei Spielern gegeneinander spielen, wodurch diese Variante schnell an Komplexität gewinnt.
Ein Highlight des Abends war es, Schönbergs Koalitionsschach im darauffolgenden Live-Wettkampf zwischen Schachprofis und Profischülern unseres Johanneums mitzuerleben. Dort traf die Koalition aus Tom Wedberg und Bruno Barembruch (S2) auf FIDE-Meister Frank Behrhorst (SKJE) und Jonathan Andersen (6c). Die Partie, die insgesamt ganze 40 min ging, zog die Zuschauer*innen in ihren Bann, während der ChessBase-Redakteur André Schulz die Moderation übernahm.
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