Junior-Prof. Dr. Schünemann zu Gast im Forum Johanneum

Einen symbolträchtigeren Tag hätte es für den Vortrag von Professor Wolf J. Schünemann von der Universität Hildesheim gar nicht geben können: Am 9. Mai, dem offiziellen Europatag, sprach er im Forum Johanneum über das „supranationale demokratische Experiment“ Europa, wie es im Untertitel seiner Veranstaltung hieß. Warum es ein ungewisses Experiment ist und schon in der Grundidee eines geeinten Europa eine Menge Zündstoff steckt - unabhängig vom oft als schwerfällig gescholtenen Beamtenapparat in Brüssel und den aktuellen Bewegungen im Vereinigten Königreicht, zeigte der Politologe Schünemann mit Zahlen, Daten, Fakten aus verschiedenen Perspektiven: internationale Organisation und quasi-staatliches System, Entscheidungsgewalt und second order elections, politischer Wettbewerb und Wahlbeteiligung. Am Ende erkannten seine Zuhörerinnen und Zuhörer aus Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft noch einmal besser das spannungs- und widerspruchsvolle, aber vor allem auch einzigartige System, "ein System sui generis". Prof. Schünemann schloss seinen Vortrag mit einem Zitat, das sozusagen ganz frisch war, nur einen Tag alt. Am 8. Mai 2019 nämlich hatten 21 Staatschefs der EU angesichts der tiefgreifenden Bedrohung der Union – zum ersten Mal in ihrer Geschichte will ein Mitglied die EU verlassen! - eine Erklärung veröffentlicht. Darin heißt es: „Europa ist die glücklichste Idee, die wie je hatten.“ Mit diesem Satz traf Prof. Schünemann ganz offenkundig auch den Geist im Publikum, das im Anschluss in eine angeregte Diskussion mit dem Experten über die Gründe für eine mögliche EU-Müdigkeit mancher Bürger eintrat. Wir danken dem Referenten herzlich für die europäischen Gedanken!

FJ Schünemann
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