Patricia Rosenmeyer ist George L. Paddison Professor of Classics an der University of North Carolina at Chapel Hill und zugleich Director of the Carolina Center for Jewish Studies. Ihr Vater, der bekannte Klassische Philologe Thomas G. Rosenmeyer, wurde 1920 in Hamburg geboren, legte dort in den 1930er Jahren sein Abitur ab und ging dann wegen der zunehmenden Verfolgung der Juden in Deutschland zum Studium nach Großbritannien. Dort wurde er während des Zweiten Weltkrieges als deutscher Staatsbürger interniert und zusammen mit seinem Freund Martin Ostwald in ein Internierungslager in Kanada gebracht. Martin Ostwald wurde später Professor of Classics an der Columbia University, am Swarthmore College und an der PennState University. Thomas G. Rosenmeyer arbeitete zunächst als Professor an der Washington University und später in Berkeley.
Von den Erfahrungen der beiden jungen Männer Rosenmeyer und Ostwald im Internierungslager, wo diese sich trotz schwieriger äußerer Umstände intensiv mit den antiken Sprachen beschäftigten und den Grundstein für ihre spätere wissenschaftliche Karriere legten, handelt Patricia Rosenmeyers Gastvortrag.
Thomas G. Rosenmeyer ist einer unserer ehemaligen Schüler des Johanneums, die wir als Opfer des Nationalsozialismus am gleichen Tag, unseren Humanismustag, mit der Verlegung von 27 Stolpersteinen in der Maria-Louisen-Straße ehren werden.
Das Institut für Griechische und Lateinische Philologie der Universität Hamburg lädt in Kooperation mit der Gelehrtenschule des Johanneums herzlich zu diesem besonderen Vortrag ein: Mittwoch, 3. Juni 2026, um 18.00 Uhr in unserer Aula des Johanneums.

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