Klassenarbeiten und Klausuren in Corona-Zeiten
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... und dann nur noch die Mathearbeit! Sportlich ist, was sich Leistungsüberprüfung in Coronaschulzeiten nennt: Ob Mathe, Religion oder Latein, am Anfang gilt es zurzeit bei jeder Klausur, eine außergewöhnliche Strecke zurückzulegen, nämlich die zur Schule. Darauf folgt ein spektakulärer Parcours durch lange nicht gesehene Anhäufungen von Menschen, denen unter strengster Beobachtung der Schiedsrichter in einem Mindestabstand von mindestens 1,5m ausgewichen werden muss. Besonders herausfordernd stellt sich dies dar, wenn man völlig ausgehungert nach menschlicher Nähe lechzt und maskiert mindestens neugierige Blicke auf sich zieht. Vom Platzanweiser hygienisch 'geparkt' folgt darauf - natürlich in der Turnhalle! - eine Geschicklichkeitsprüfung...

...., nämlich diese, aus der Puste von seltener Bewegung und mit adrenalingesteigertem Zittern in der Prüfungssituation die geöffnete Ampulle der Pufferlösung zwischen zwei Fingern zu balancieren, während man das Nasenstäbchen entpackt, peinlichst hinter größtmöglicher Deckung durch die Hand tief in die Nase einführt und zugleich ein Niesen unbedingt unterdrückt (welches schon vor Corona vor Publikum des Klassenraums zum gesellschaftlich Unmöglichen geworden war). Und während sich der Test hoffentlich als negativ erweist, besteht die gewaltige Hoffnung, dass die Prüfung weitaus weniger negativ verläuft. Und die beginnt erst jetzt und ist aus logistischen Gründen zur Einhaltung des Hygienekonzepts dieser Zeit ausnahmsweise einmal auf 45 min verkürzt. Wie viel davon als reine Arbeitszeit übrigbleibt, hängt von der guten Synchronperformance der Gesamtklasse in der Schnelltestung ab... Also lauft, äh: läuft - hoffentlich!