Übung macht den Meister: Dieses Sprichwort kennen wohl alle Schüler, nicht zuletzt an unserer Schule, wo nicht nur in den alten Sprachen geübt, geübt, geübt werden muss. Woher das Sprichwort aber stammt und was es mit dem Begriff Meister noch so auf sich hat, das haben unsere Zehntklässler am 21. Januar bei der Veranstaltung „Traumjob Handwerk“ erfahren dürfen. Knapp anderthalb Stunden haben Vanessa Hupe und Maylin Kesper von der Handwerkskammer über Karrieremöglichkeiten im Handwerk für Abiturienten gesprochen, tatkräftig unterstützt von Orthopädietechnikerin Benthe Klatte, die gerade ihren – Achtung! – Meister gemacht hatte.
Die Veranstaltung startete mit einem Quiz, in dem die Schülerinnen und Schüler ihre bisher eher vagen Vorstellungen zum Thema Handwerk mit der vielfältigen Realität abgleichen mussten: So verwunderte zum Beispiel die Zahl der verschiedenen Ausbildungen, die man in Hamburg absolvieren kann, ebenso wie die Anzahl der Betriebe, die in den kommenden fünf Jahren aus Altersgründen einen Nachfolger suchen. Wer die (erstaunlich hohen) Zahlen am besten schätzen konnte, durfte sich über einen attraktiven Preis freuen.
Aber auch ohne handfeste Belohnung, im anschließenden Infoteil, blieben die Schülerinnen und Schüler aufmerksam und interessiert, denn die beiden Vertreterinnen der Handwerkskammer erklärten, welche vielfältigen Möglichkeiten und Chancen das Handwerk bietet, gerade auch für Abiturienten. Dass beispielsweise die deutsche Meisterprüfung gleichwertig zum Bachelorabschluss an einer Universität ist, und zwar in ganz Europa, hat nicht nur die Schülerinnen und Schüler erstaunt, sondern auch die ein oder andere Lehrkraft.
Das Schöne am Handwerk sei, wirklich am Ende des Tages zu sehen, was man geschafft (oder eben auch geschaffen) hat. Da war sich Orthopädietechnikerin Benthe Klatte mit ihren beiden Vorrednerinnen einig. In ihrem Fall seien durch die Meisterprüfung noch weitere Aufgaben hinzugekommen, nämlich in den Bereichen Personalführung und Betriebswirtschaft, die noch mehr Abwechslung in den Arbeitsalltag brächten. Auch Benthe Klatte hat übrigens ein Abitur abgelegt und ein Studium begonnen, aber nach wenigen Semestern gemerkt, dass Theorie allein sie nicht glücklich machte.
Insgesamt war die Veranstaltung wie schon in den Vorjahren ein echter Zugewinn in Sachen Berufsorientierung. Das zeigte sich auch bei den Schülerinnen und Schülern, die nach dem offiziellen Ende noch nach vorn zur Bühne kamen, sich mit Infomaterial eindeckten und einige der als Anschauungsmaterial mitgebrachten Orthesen und Prothesen aus nächster Nähe inspizierten.
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