Wie bei jedem Philosophieren geht es auch in unserem Philosophieunterricht um die grundsätzlichen oder „großen“ Fragen. Dabei orientieren wir uns an den berühmten vier Fragen Kants:

  • „Was kann ich wissen?“ als Frage nicht nur nach den Grenzen unseres Wissens, sondern auch als Frage nach seiner Qualität oder Gültigkeit.
  • „Was soll ich tun?“ als Frage nicht danach, welche Gesetze, Moralvorstellungen etc. gelten, sondern weshalb sie gültig sind.
  • „Was darf ich hoffen?“ als Frage nach dem Sinn des Lebens.
  • „Was ist der Mensch?“ als Frage, wer wir eigentlich sind und wie wir uns selbst verstehen (wollen).

Religionsunterricht wird an unserer Schule als ein Angebot an alle verstanden, d.h. er ist – in einer pluralistischen, multireligiös und multikulturell geprägten Gesellschaft – der gemeinsame Religionsunterricht für alle Schülerinnen und Schüler. Dem Christentum kommt eine besondere Bedeutung zu, da es die Kultur prägt, in der wir hier gemeinsam leben; doch sind auch andere religiöse und ethische Traditionen wesentlicher Bestandteil des Unterrichts.

Das Fach möchte dabei helfen und unterstützen, die je individuelle Religiosität, den persönlichen Glauben bzw. die ethisch-moralischen Vorstellungen von sich selbst und anderen Lernenden im gegenseitigen Respekt wahrzunehmen und zur Sprache zu bringen. Ziel ist das Kennenlernen, Verstehen-Lernen und Begreifen des eigenen und anderer religiöser Standpunkte und die damit verknüpfte Entwicklung einer interreligiösen Dialogfähigkeit.