Veranstaltung im Forum Johanneum am Donnerstag, dem 1. Juni 2017
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Zwei Tage lang hatte er die Seele des Instruments erforscht: so viel Zeit hatte Dr. Rainer Schöneich sich gelassen, um die Beckerath-Orgel des Johanneums kennenzulernen und sie zu verstehen, um dann mit Hilfe der Tasten und der Pfeifen zu den Zuhörern sprechen zu können. Denn darum ging es an dem Abend: Um das Sprechen durch die Musik, um die Rhetorik in der Musik.

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"Der getreue Music-Meister", Telemanns ab 1728 in Hamburg publizierte Zeitschrift für das häusliche Musizieren, belohnte seinen treuen Leser mit Arien bejubelter Gänsemarkt-Opern, mit Fantasien und Cantaten, ja mit ganzen Suiten zum Bestseller "Gullivers Reisen", aber eben nur den treuen ... Denn Telemann machte sich in unnachahmlicher Weise das Fortsetzungsprinzip als Marketing-Strategie für seinen Hamburger Noten-Verlag zunutze. Er war, wie Professor Bernhard Jahn, Germanist und Musikwissenschaftler der Universität Hamburg, am 8. Juni im Forum Johanneum vorstellte, ein Meister im Einsatz des Cliffhangers. Und das wusste er, wovon unser Gastredner äußerst unterhaltsam an Notentext und Musikbeispiel überzeugen konnte, mit seinem unnachahmlichen Witz als eines großen und kosmopolitischen Musikers zu verbinden. Prof. Jahn machte den Kenner wie Laien in seinem Publikum dies sehend und hörend. "Man muss eigentlich immer mit Noten ins Konzert gehen oder am besten gleich mit Ihnen", resümierte Frau Hose.

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Den Auftakt mit den diesjährigen Forum Johanneums-Veranstaltungen machte am 23. Februar 2017 der Botschafter a.D. und Übersetzer Dr. Ulf-Dieter Klemm mit der Buchvorstellung des neugriechischen Klassikers von 1924 „Das Leben im Grabe“ (Η ζωή εν τάφω) von Stratis Myrivilis. Der Roman beschreibt das monotone Leben und die Brutalität der Kämpfe in den Schützengraben des Ersten Weltkrieges aus der Sicht des (fiktiven) Feldwebels Antonis Kostoulas in Form von Briefen an seine auf Lesbos lebende Verlobte.

Matthias Claudius ganz modern
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Im wahren Leben konnten sie sich niemals begegnen, ist der eine doch schon vor 200 Jahren verstorben und der andere erst vor 150 Jahren geboren. Im Johanneum jedoch standen sie am 12.November 2015 sozusagen gemeinsam auf der Bühne: Matthias Claudius und Jean Sibelius.