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Das Johanneum ist von den fünf humanistischen Gymnasien in Hamburg das einzige wirklich altsprachliche, das heißt, unsere Schülerinnen und Schüler lernen Latein und Griechisch.

Wir sind als Schulgemeinschaft von dem Wert und der Bedeutung des humanistischen Bildungsideals überzeugt. Es verpflichtet alle an der Schule Lehrenden, Lernenden und Arbeitenden zu gegenseitiger Toleranz und zum achtungsvollen und verantwortlichen Umgang miteinander. Dabei vertrauen wir der Kraft des Arguments.

Das Johanneum bietet eine breit gefächerte Ausbildung im sprachlichen, mathematisch-naturwissenschaftlichen, künstlerischen und gesellschaftswissenschaftlichen Bereich sowie im Sport. Einen Schwerpunkt des Unterrichts bildet die Wahrnehmung und exemplarische Vermittlung der antiken Kultur. Daraus ergibt sich die Kooperation zwischen den einzelnen Fächern. Dem altsprachlichen Unterricht kommt eine besondere Bedeutung als intellektuellem und kulturellem Übungsfeld für den Erwerb von Schlüsselqualifikationen zu.

Die Arbeit an den Originaltexten der Antike eröffnet den Zugang zu den Wurzeln der geschichtlichen Einheit Europas und prägt das Verständnis für die kulturellen und geistigen Grundlagen der Gegenwart. Das Johanneum legt deshalb großen Wert auf die Erhaltung und Förderung des Unterrichts im Altgriechischen.

Die Antike ist neben der Bibel die Grundlage der europäischen Identität. Im Griechisch- und Lateinunterricht werden die Schülerinnen und Schüler in die Gedankenwelt der Antike eingeführt. Je mehr wir von den Anfängen wissen, um so besser verstehen wir die Gegenwart und uns selbst. In den Texten der Antike begegnen die Schülerinnen und Schüler überzeitlichen Grundfragen der menschlichen Existenz, zugleich aber auch viel Exotischem. Bei der Lektüre treten sie in einen lebendigen Dialog mit der europäischen Kultur ein.