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Nossack (1901-1977) thematisierte in seinem Prosatext "Der Untergang" (1948) als einer der ersten Schriftsteller der deutschen Nachkriegsliteratur die Schrecken des Bombenkriegs.

Nach dem Abitur auf dem Johanneum 1919 begann Nossack in Jena ein Studium der Rechtswissenschaft und Philologie, das er 1922 abbrach. Im selben Jahr erklärte Nossack seinen Austritt aus der schlagenden Studentenverbindung „Thuringia“, der er ca. 2 Jahre angehörte, verzichtete auf Unterstützung durch seine zum Hamburger Großbürgertum zählenden Familie und versuchte sich als Hilfsarbeiter durchzuschlagen. Vorübergehend war er Mitglied der KPD.

1925 heiratete er Gabriele Knierer, wurde Bankangestellter und absolvierte in den folgenden Jahren eine Ausbildung als Bankkaufmann. Er verfasste Gedichte und schrieb Dramen.

1930 wurde er erneut KPD-Mitglied und arbeitete im Widerstand gegen die Nationalsozialisten. 1933 kam es zu Haussuchungen durch die SA und die Polizei.

Nossack trat 1933 in die Importfirma seines Vaters ein und übernahm bald darauf die Firmenleitung. 1943 sind seine Tagebücher und Manuskripte durch den heftigsten Bombenangriff auf Hamburg vernichtet worden. Seine ersten Veröffentlichungen erschienen 1947. In seinem Prosatext "Der Untergang" (1948) thematisiert er als einer der ersten Schriftsteller der deutschen Nachkriegsliteratur die Schrecken des Bombenkriegs anhand der Zerstörung seiner Heimatstadt Hamburg. 1949 wird er in die Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, gewählt.

Nach dem Erscheinen seines vielleicht bekanntesten Romans, "Spätestens im November", im Jahre 1955, schloss er mit Peter Suhrkamp einen Verlagskontrakt über das Gesamtwerk.

1956 löste er mit Hilfe des Schweizer Industriellen Kurt Bösch die väterliche Firma auf und zog nach Aystetten bei Augsburg um. Seitdem war er als freier Schriftsteller tätig.

Zusammen mit Rudolf Hagelstange war Nossack 1961 als Repräsentant der bundesdeutschen Schriftsteller auf der Feier zum 100. Geburtstag von Rabindranath Tagore in Neu-Delhi. Im gleichen Jahr wurde ihm der Georg-Büchner-Preis verliehen.

1968 kehrte Nossack nach Hamburg zurück, wo er bis zu seinem Tode 1977 gelebt hat.

Quelle: wikikpedia

Foto: aystetten.de