c_320_180_16777215_00_images_artikelbilder_schule-mit-profil_faecher_mint_jufo_Ina_fischer.jpg

Ina Gutmann aus der 7c hat zusammen mit ihrer Cousine aus Berlin einen ersten Preis im Wettbewerb „Jugend forscht“ gewonnen – und das bereits zum zweiten Mal!

Nachdem die beiden Nachwuchswissenschaftlerinnen im vergangenen Jahr dem Mythos der Goldameisen auf den Grund gegangen waren, die schon der antike Geschichtsschreiber Herodot erwähnte, ging ihr Blick in diesem Jahr eher in die Zukunft unseres Planeten. Sie stellten sich die Frage, wie man angesichts immer knapper werdender fossiler Ressourcen aus nachwachsenden Rohstoffen möglichst kostenarm Antriebsstoffe für Fahrzeuge herstellen könnte.

Die Ergebnisse wurden bei "Jugend forscht" in Berlin vorgestellt, wobei die beiden Mädchen einen ersten Preis im Regionalwettbewerb und einen zweiten Preis im Landeswettbewerb erreichten.

Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Erfolg!!

Der Forscherbericht von Ina:

Einmal haben wir in einem Science-Fiction-Kinderbuch über ein Auto mit Saftbrausenantrieb gelesen. So entstand bei meiner Cousine und mir die Frage: Ist ein solches Auto in der Realität möglich? Die Antwort gab uns das Internet. Wir haben festgestellt, dass die Fantasie des Autors gar nicht so weit von der Realität entfernt war: Bioethanol (Alkohol), einen Ersatz für Benzin, kann man aus zuckerhaltiger Biomasse (Mais, Topinambur, Rohrzucker) durch die Hochtemperatur-Hydrolyse - die Spaltung einer chemischen Verbindung durch Reaktion mit Wasser – herstellen. Das ist jedoch kompliziert und aufwendig. Da kam uns eine Idee: Wir wollten Alkohol anstatt durch Erhitzen durch Gefrieren – die Hydrolyse bei niedrigen Temperaturen – zu gewinnen.

So sondert z.B. die essbare Knollenpflanze Topinambur beim Gefrieren ein Polysaccharid, das Inulin, ab, das als Zuckerersatz in der Medizin und der Lebensmittelindustrie verwendet wird und das für die Herstellung des Alkohols benutzt werden kann. Wir haben uns dazu entschieden, diese Eigenschaft in unser Arbeit zu verwenden: Laut unser Hypothese ist es möglich, das Produktionsverfahren des Bioethanols billiger zu machen. Für diesen Zweck haben wir Zwiebel, Knoblauch, Schwarzwurzel, Topinambur und Porree ausgewählt – alles Pflanzen, die Inulin enthalten. Durch das Gefrieren bei unterschiedlichen Temperaturen, nach der Gärung und der weiteren Destillation, haben wir ca. 30%igen Alkohol gewonnen.

Die erreichten Ergebnisse ließen folgenden Schluss zu: Die größte Menge Alkohol wurde aus der Schwarzwurzel gewonnen. Aus Knoblauch hingegen konnte man keinen Alkohol gewinnen – vermutlich wegen seiner antibakteriellen Eigenschaften. Unserer Meinung nach war der effektivste Weg zum Gewinnen des Bioethanols die Herstellung aus Zwiebeln durch die Hydrolyse bei niedrigen Temperaturen. Somit könnte die Zwiebel der Rohstoff für den preisgünstigen und umweltfreundlichen Treibstoff der Zukunft sein.

Ina Gutmann, 7c