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Dr. Ulf-Dieter Klemm liest aus „Das Leben im Grabe“ von Stratis Myrivilis
Donnerstag, 23. Februar 2017, 19:00

Aus dem Roman liest der Übersetzer Dr. Ulf-Dieter Klemm (mit anschließender Diskussion) Das Leben im Grabe gehört zum Kanon der neugriechischen Literatur. Der Titel des Briefromans zitiert den ersten Vers eines griechisch-?rthodoxen Karfreitagshymnus. Die fiktiven ›Briefe‹ schreibt der Feldwebel Antonis Kostoulas an seine Verlobte auf der Insel Lesbos, ein fiktiver ›Herausgeber‹ veröffentlicht sie. Die Briefe beschreiben das monotone Leben und die Brutalität der Kämpfe in den Schützengraben des Ersten Weltkrieges und stellen zugleich Patriotismus und nationale Mythen sarkastisch infrage. Der Roman, der in einer Reihe mit den antimilitaristischen Werken von Henri Barbusse und Erich Maria Remarque steht, wurde durch die faschistische Diktatur 1936 sowie während der deutschen Besatzung Griechenlands auf den Index der verbotenen Bücher gesetzt. Mittlerweile ist er zum Klassiker geworden und wurde in zahlreichen Sprachen übersetzt. 2016 brachte das Centrum Modernes Griechenland an der Freien Universität Berlin in seiner Edition Romiosini eine Neuauflage der deutschen Übersetzung des Romans. Dr. Ulf-Dieter Klemm, Botschafter a.D., verbrachte sechs Jahre seiner Jugend in Griechenland. Nach dem Abitur an der Deutschen Schule Athen studierte er Jura in Berlin, Heidelberg und Montpellier. 1977 trat er in den diplomatischen Dienst ein mit Auslandsstationen in Porto Alegre, Athen (Kulturreferent), Tokyo, Maputo und Rabat. Er veröffentlichte Übersetzungen mehrerer Romane und Texte aus dem Griechischen, Essays zu griechischen Themen sowie – zusammen mit Klaus Gallas – das vielbeachtete Buch Griechenland begegnen. Geschichte, Landschaft, Kultur und Menschen, (Bamberg 2008). 2014 erschien im Balistier Verlag sein Roman Das Leventis-Idol. 2015 gab er zusammen mit dem früheren deutschen Botschafter in Athen Dr. Wolfgang Schultheiß das Buch Die Krise in Griechenland im Campus Verlag heraus. Der Eintritt ist frei. Anmeldung ist nicht erforderlich.

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