Berlin, Berlin, wir waren in Berlin! – Tennisjugend trainiert für Olympia

Berlin, Berlin, wir waren in Berlin! – Tennisjugend trainiert für Olympia

Die Vorgeschichte zum olympischen Tennis(gedanken) am Johanneum

„Wir sind Olympia“ – das Mädchen-U16-Tennisteam des Johanneums mit Lea S. (7d), Lara B. (8b), Carlotta L. (9a), Paula T. (9b), Tessa B. (10d) und Tilda D. (6a) gewann bei seiner ersten Teilnahme direkt das Hamburger Finale der Schulen bei „Jugend trainiert für Olympia“. Ein Erfolg, den sich sicher keiner vorstellen konnte. Spannend dabei: Das Team war erstmalig angetreten und vereinte mit den Jahrgängen 2011–2014/15, mit den Klassenstufen 5-9, ein für dieses hohe Niveau ungewöhnlich niedriges Durchschnittsalter.

Das Team war nicht zu stoppen und setzte sich gegen die etablierten Hamburger Schulmannschaften durch. Im Anschluss stand fest: „Wir fahren nach Berlin“ zum Bundesfinale.

Aber es kam ganz anders als in der Euphorie des Siegermoments angenommen: Tessa ist mittlerweile für ein Jahr glücklich im Ausland. Lea hat sich unglücklicherweise einen Bänderriss zugezogen. Paula ist in der Bundesfinalwoche zeitlich verhindert. Tilda darf aufgrund ihres jungen Jahrgangs nicht am Finale teilnehmen.

Das Johanneum wäre nicht das Johanneum, wenn wir nicht alle Hebel in Bewegung gesetzt hätten, um dennoch am Finale teilzunehmen. Etliche E-Mails, viele Folgegespräche, zahlreiche Treffen und einige schlaflose Nächte später stand fest: Wir sind auf jeden Fall dabei und haben ein JtfO-Team zusammen!

Und nun Monate, die Sommerferien und die Berlinreise später?

Sensationeller 7. Platz: Unsere Tennis-U16-Mädchen mischen beim „Jugend trainiert”-Bundesfinale vom 15. bis 19. September die Top 8 auf. Drei Tage, unzählige Ballwechsel, ein Rang unter den besten Acht Deutschlands – unsere Tennis-U16-Mädchen haben beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics” in Berlin für eine echte Erfolgsgeschichte gesorgt und sich am Ende Platz 7 im gesamten Bundesgebiet gesichert. Das Team aus Lea S. (7d), Lara B. (8b), Carlotta L. (9a), Anna W. (8a) , Pippa B. (9b) und Hannah B. (8a), betreut von Sascha Reinhardt, reiste mit einem breiten Grinsen und jeder Menge Pokal-Feeling zurück nach Hause.

Tag 1: Nervenkrieg im Regen, Coup gegen Bayern. Der Auftakt hatte es in sich: Über fünf Stunden mussten die Mädchen wegen einer Regenunterbrechung die Schläger ruhen lassen, ehe es im Achtelfinale endlich weiterging – und gleich mit einer faustdicken Überraschung: Das favorisierte Team aus Bayern wurde knapp bezwungen, der Sprung unter die besten Acht war perfekt. Tag 2: Hitzige Kurzsätze, ein starkes Team Saarland. Um die verlorene Zeit vom Vortag wieder hereinzuholen, griff die Turnierleitung am Mittwoch zu einem ungewohnten Format: Kurzsätze bis 4. Ein Modus, der dem Team Saarland deutlich besser lag: Unsere Mädchen mussten sich geschlagen geben und zogen in die Platzierungsspiele um Rang 5 bis 8 ein. Tag 3: Kampf um jede Position – und ein versöhnlicher Schlussakkord. Auch gegen Sachsen – mit gleich fünf Spielerinnen aus der Deutschen Jugendrangliste – fehlte im Kurzsatz-Modus erneut die nötige Anlaufzeit. Nach einem hart umkämpften 1:1 in den Einzeln zog Sachsen in den Doppeln letztlich klar davon. Im finalen Duell um Platz 7 gegen Rheinland-Pfalz zeigte das Team dann noch einmal geschlossen, was in ihm steckt: Lea deklassierte an Position 1 souverän mit 6:1, 6:0, Lara ließ an Position 2 mit 6:0, 6:0 nichts anbrennen. Nur noch zwei Siege fehlten zum Gesamterfolg. Das 1. Doppel wurde hart erkämpft gewonnen, das 2. Doppel ging knapp verloren.

Unterm Strich stand ein verdienter 7. Platz. „Wir würden so gerne in der anstehenden Wintersaison ab November 2026 mit einer Tennis-AG starten”, schwärmt Lea – ein Wunsch, den offenbar das ganze Team teilt. Das Ziel für nächstes Jahr steht schon fest: Das Hamburger Finale soll wieder erreicht werden. „Wir sind mehr als zufrieden, freuen uns über die vielen Eindrücke, den positiven Austausch mit den anderen Teams und nehmen viele wertvolle Erfahrungen mit nach Hause”, resümiert Betreuer Sascha Reinhardt. Einig ist sich das Team in einem Punkt: Die Premiere beim „Jugend trainiert”-Bundesfinale war ein besonderes Erlebnis.

Das Johanneum gratuliert zur einzigartigen Erfolgsgeschichte!

Text und Bilder: Rh

Und die Vorbereitung für die nächste Runde läuft schon auf Hochtouren. 🎾 Verstärkung gesucht! Wir suchen talentierte Spielerinnen und Spieler der Jahrgänge 2012–2015! Meldet Euch bei Euren Sportlehrer*innen oder direkt bei Herrn Reinhardt.