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EIN NEUBAU FÜR DAS JOHANNEUM

Das Hamburger Abendblatt berichtet:
Neue Sporthalle und Mensa fürs Johanneum
Millionenspende: Die Gelehrtenschule in Winterhude soll für mehrere Millionen Euro modernisiert werden

In den öffentlichen Kassen regiert der Rotstift, einige Schulen sollen gar geschlossen werden, überall wird gespart. Da überrascht eine positive Nachricht: Die Gelehrtenschule des Johanneums in Winterhude soll in den kommenden Jahren für Millionen von Euro modernisiert und ausgebaut werden - ein einzigartiges Projekt. Denn: Das Engagement eines privaten Spenders, der einen Millionenbetrag dazugibt, macht es möglich. Den Rest bringt die Schulbehörde auf. Entsprechende Abendblatt-Informationen wurden jetzt offiziell bestätigt. "Wir sind begeistert von dem Projekt. Es ist ein wunderbares Beispiel für Partnerschaft", freut sich Schulleiter Uwe Reimer. Zuletzt wurde das Johanneum in den 80er Jahren renoviert. Die Modernisierung sei dringend notwendig, sagt Uwe Reimer, um den Schwerpunkten der Schule künftig optimal gerecht zu werden.

So soll das Vorhaben im Detail aussehen: Die Pavillons seitlich vom Hauptgebäude an der Opitzstraße werden abgerissen, ebenfalls ein angrenzender Sportplatz. Dafür wird ein dreigeschossiges Gebäude (Gesamtfläche 2200 Quadratmeter) entstehen - mit Kunst- und Musikräumen, einer Cafeteria, einem Theater-Probenraum sowie einer Sporthalle. Uwe Reimer: "Wir wollen damit sichtbar machen, daß wir unseren musisch-künstlerischen Bereich verstärken." Insgesamt rund 3000 Quadratmeter ist die Baufläche groß. Das geschätzte Finanzvolumen beläuft sich auf 5,5 Millionen Euro. Voraussichtlich Ende 2005 sollen die Bauarbeiten beginnen, 2006 soll dann alles fertig sein.

"Wir haben uns gegen einen Anbau entschieden, um die Architektur der Schule nicht zu verändern", sagt Architekt Andreas Heller. Darüber hinaus solle das Freigelände wie ein Campus gestaltet werden, damit es den Anforderungen der Ganztagsschule gerecht werde. Auch im Hauptgebäude sollen Klassenräume erweitert werden, die Bibliothek (eine der bedeutendsten der Welt, rund 55 000 Bücher) wird umgestaltet. Reimer: "Solche Vision vor Augen zu haben, das gibt auch der pädagogischen Arbeit einen enormen Anschub und motiviert Schüler, Lehrer und Eltern."

Der Spender, der ungenannt bleiben möchte, war einst selbst Schüler des Johanneums. Auf einem Cocktail-Empfang der Ehemaligen entstand die Sponsor-Idee. Reimer: "Es ist ein schönes Symbol, das den guten Zusammenhalt zwischen Ehemaligen und Aktiven illustriert." Die Schulbehörde ist ebenfalls begeistert von dem privaten Sponsoring. Schulbehörden-Sprecher Alexander Luckow: "Natürlich begrüßen wir es, wenn ein privater Sponsor für eine Schule Geld gibt. Wir hoffen, daß dies Schule macht."

Das Johanneum - die älteste Hamburger Lehranstalt und eine der ältesten Schulen Deutschlands - feierte im Mai dieses Jahres ihr 475jähriges Bestehen. Die Reihe der prominenten Schüler des Johanneums ist lang: Hamburger Bürgermeister wie Kurt Sieveking sowie Kaufleute gehören dazu. Und: Physiker Heinrich Hertz, Architekt Gottfried Semper, Hollywood-Regisseur Wolfgang Petersen, die Schriftsteller Ralph Giordano und Walter Jens, bis hin zu Kult-Rocker Lotto King Karl und Schauspieler Volker Lechtenbrink.

Die Gelehrtenschule wurde von Luther-Freund Johannes Bugenhagen gegründet und am 24. Mai 1529 im Gebäude des alten St.-Johannis-Klosters eröffnet. Nach einem kurzen Umzug in ein Gebäude am Speersort im Jahr 1840 zog das Johanneum 1914 an seinen jetzigen Standort an die Maria-Louisen-Straße in Winterhude; in einen stattlichen Bau nach den Plänen von Fritz Schumacher. (neh/pvs)

erschienen am 22. November 2004

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