Eine "hausgemachte, verheerende und beharrliche Pleite" war der erste Schulentscheid des Großen Diktatwettbewerbs ganz und gar nicht, aber diese richtig zu schreiben eine echte und seltene Herausforderung, der sich die meisten unserer Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs  am 31. Januar in unserer Aula mit Neugierde, Humor und Ehrgeiz stellten. Und mit Erfolg! Den tückischen Text, der Entscheidungen zwischen "infolge" und "in Folge", Kenntnis von "Salmonellenepidemie" und "professionelle Kampagne" sowie Regelsicherheit von "frühmorgens" bis "abends spät" und von "pleitegehen" bis "Pleite machen" erforderte, meisterten alle knapp 80 Schülerinnen und Schüler souverän. So konnten bei der Abfrage ihrer Fehlerzahl bis maximal 15 Fehler fast alle stolz den Finger heben. Um einen der ersten 5 ausgezeichneten Plätze zu erringen, konnte man sich jedoch nicht mehr als 8 Fehler erlauben.

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Mit 8 Fehlern teilten sich Greta, Henriette, Moritz und Samuel den Erfolg des 5. Platzes, der mit Buchstabenkeksen und natürlich viel Bühnenapplaus belohnt wurde. Diesen Lohn genossen auch unsere Viertplatzierten Johannes, Kristina, Rosa und Till, die jeweils 7 Fehler machten. Jeweils ein Fehler entschied zuletzt über die ersten drei Plätze: Simon machte nur sensationelle 4 Fehler und bestieg damit den ersten Platz des Siegertreppchens, umrahmt von Hannah mit 5 und Antonia mit 6 Fehlern.

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Vor allem diese drei, die sich jeweils ein Bastian-Sick-Rechtschreibkatastrophensammelsurium als Geschenk mitnehmen durften, aber auch die  acht anderen Rechtschreibexperten sind nun auserwählt, unser Schulteam für den Hamburger Landesentscheid des Wettbewerbs zu bilden. Mit zwei Lehrern und drei Elternteilen werden fünf von ihnen am 23. Februar einen noch etwas kniffeligeren Text richtig aufs Papier bringen müssen, um auch aus dem Landesfinale nicht nur mit Spaß und Erfahrung, sondern mit Erfolg zu gehen. Und sie werden Bastian Sick, den der amüsanten Sprachpflege verschriebenen Zwiebelfisch-Kolumnisten, hier persönlich kennenlernen und erleben.

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Wir sagen herzlichen Glückwunsch und drücken unseren Johanniterinnen und Johannitern die Daumen!

Und im nächsten Jahr wollen wir dann von unserem neuen 11. Jahrgang wissen: "Wie gut ist dein Deutsch?"