Das Wissen über ökologische Zusammenhänge wird in Zukunft Schlüsselqualifikation für soziale Orientierung und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit werden. Die Pädagogik muss sich daher stärker am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung orientieren.

Dazu haben sich über 170 Staaten bereits auf der Rio-Konferenz von 1992 verpflichtet. Auf dieser Konferenz zog die Staatengemeinschaft Zwischenbilanz einer fatalen Auseinander-Entwicklung der Welt: Wenn der globale Raubbau an den natürlichen Gütern (z.B. Urwald-Rodungen, Intensiv-Landwirtschaft), das Zusammenbrechen der Pufferkapazitäten von Boden, Wasser, Luft (z.B. Nitrat im Grundwasser, Treibhauseffekt), die Gefährdung der Gesundheit (z.B. Ozonalarm, Allergien durch Autoabgase), die zunehmende Verarmung weiter Teile der Weltbevölkerung (z.B. jährlich 12 Millionen hungertote Kinder) eingedämmt werden sollen, muss weltweit umgesteuert werden. Das Leitbild heißt Nachhaltigkeit; und diese ist ohne tiefgreifenden öffentlichen Bewusstseinswandel nicht realisierbar. Das Programm der Nachhaltigkeit, die Agenda 21, fordert deshalb explizit eine Neuausrichtung auch der Bildung auf nachhaltige Entwicklung für alle Bildungsbereiche: Bildung ist unabdingbare Voraussetzung für einen Bewusstseinswandel bei den Menschen, damit sie in der Lage sind, ihre Anliegen in Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung abzuschätzen und anzugehen. Ein Forschungsbericht des Bundes über „Potentiale und Dimensionen der Wissensgesellschaft“ zeigt, dass das Wissen über ökologische Zusammenhänge und nachhaltige Produktionsweisen ein dynamisches Wachstum erleben wird. Diesem Wissen kommt in Zukunft eine Schlüsselqualifikation für die soziale, kulturelle und ethische Orientierung und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Gesellschaft zu.

Die Erde ist uns anvertraut und wir tragen eine besondere Verantwortung für ihre Bewohner. Das sollten wir uns und besonders unseren Kindern immer wieder bewusst machen. Nicht nur informieren und auf die Bedrohtheit der Schöpfung aufmerksam machen, sondern aktiv werden und handeln, das ist ein Auftrag an die Schule von heute, den wir mit dieser AG am Johanneum erfüllen wollen. Die Klima und Umwelt AG realisiert dies in verschiedenen Projekten, aber vor allem durch das Pflegen und Kultivieren des Schulgartens. Teilnehmer und Gäste sind hierzu herzlich eingeladen - immer mittwochs in der sechsten Stunde.