"Denken und Handeln im Bewusstsein der Würde des Menschen" und "Streben nach Menschlichkeit" (Duden) standen am 11. Mai auf dem Stundenplan aller Jahrgänge: Es war Humanismus-Projekttag. 

Auf vielen unterschiedlichen Wegen fanden unsere Schülerinnen und Schüler Antworten auf ihre Fragen: Was ist Humanismus überhaupt? Was bedeutet er für mich? Was bedeutet es, an einem humanistischen Gymnasium zu lernen?

Die Klassen 5 und 6 machten sich mit Hut selbst zu Gelehrten und gingen so ins Gespräch mit den viri illustres Petraca, Erasmus und Melanchthon u.a. in unserer Humanistengalerie. Über deren Denken, Handeln und Wirken lernten sie die Prinzipien eines humanistischen Bildungsideals kennen und philosophierten darüber, wie diese Prinzipien das menschliche Zusammenleben bestimmen.

An den Biografien großer Forscher und Entdecker wie Gutenberg, Kopernikus, Magellan und Kolumbus erarbeiteten sich die Klassen 7 und 8 die Kulturepochen Renaissance und Aufklärung als Bewegung eines neuen Denkens im Neu-Humanismus. Mit selbst kreierten Spielen zum Thema öffnen sie zukünftig auch anderen den Blick für die Errungenschaften der Epochen.

Humanismus als Grundlage menschlicher Moral beschäftigte die Klassen 9 und 10. Ausgehend von dem Film 'Homevideo', der Cybermobbing thematisiert,  nahmen sie sich der Frage an: Brauchen wir eine Würde im Netz?

Die Profilgruppen des 11. Jahrgangs brachen zu Exkursionen zum Thema 'Individuum und Gesellschaft" auf: Während die Altsprachler beim 'Dialog im Stillen' Sprache als Wesensmerkmal des Menschen fokussierten und in der Auseinandersetzung mit dem 'Braunen Hamburg' auf einer Stadtführung Gewalt und Ungerechtigkeit als Auswirkungen von gleichgeschaltetem und unselbstständigen Denkes erfuhren, ging das PGW-Profil auf die Reise einer Jeans, um das eigene Konsumverhalten kritisch zu hinterfragen: Ist Geiz wirklich geil?

Der einmal andere Schultag gefiel: mindestens besser als "normaler Unterricht", im besten Fall sogar Lernen von Wichtigem mit viel Spaß!

In zwei Jahren wird es dann wieder im Mai, dem Geburtstagsmonat der (humanistischen) Gelehrtenschule des Johanneums, heißen: Humanisten machen Humanismus.